Digitale Foto-Ausstellung zum deutschen Überfall auf Polen 1939
Aus dem Bestand Kurt Seeligers

Ein Soldat und „volksdeutsche“ Frauen

Ein Soldat und „volksdeutsche“ Frauen, recto
Ein Soldat und „volksdeutsche“ Frauen, verso

47 - Abzug auf Silbergelatinepapier, matt, 12,5 x 17 cm, © CC BY 4.0 DE GHWK

Seeligers Einheit machte am 13. September Rast in Leokadiów. Das Dorf war im späten 19. Jahrhundert von Deutschen gegründet worden. Das Bild zeigt einen Wehrmachtssoldaten mit zwei „volksdeutschen“ Frauen hinter einem Spinnrad. Diese fotografische Darstellung ist anders als die der übrigen Landbevölkerung.

Vor dem Krieg lebten über 750.000 polnische Staatsangehörige deutscher Herkunft in Polen. Diese „Volksdeutschen“ bildeten eine heterogene Minderheit im polnischen Staat. Die meisten begrüßten die Invasion der Wehrmacht. Einige gründeten den „Volksdeutschen Selbstschutz“, eine paramilitärische NS-Organisation, die sich aktiv am Mord von 20.000 bis 30.000 polnischen und jüdischen Menschen beteiligte.


Beschriftung

Ruhetag im deutschen Dorf Leokadiow .


Ort
Leokadiów
Leaflet | © OpenStreetMap contributors

Orte
Leokadiów, (bei Wikidata)
Themen
Wehrmachtssoldaten | Volksdeutsche Bevölkerung
Datum
13.09.1939

Inventarnummer
Seeliger-47