Digitale Foto-Ausstellung zum deutschen Überfall auf Polen 1939
Aus dem Bestand Kurt Seeligers

Polnische Magd

Polnische Magd, recto
Polnische Magd, verso

64 - Abzug auf Silbergelatinepapier, matt, 17, 5 x 13 cm, © CC BY 4.0 DE GHWK

Dieses Bild zeigt die Magd der polnischen Familie, bei der Seeliger in Antoniówka einquartiert war. Sie trägt offensichtlich zerschlissene Kleidung. Seeliger berichtete im Kommentar von den schlechten Verhältnissen, in denen sie lebte.

Anstelle von Mitleid fand Seeliger nur hämische Worte. Der Begriff „Hupfdohle“ bezeichnete Revuetänzerinnen und war spöttisch abwertend gemeint. Dass sie Krätze und Läuse gehabt haben soll, weist auf schlechte hygienische Zustände hin. Die Beschreibung griff antipolnische Vorurteile über die angeblich unhygienische Lebensweise der polnischen Bevölkerung auf. 


Beschriftung

Die "Hupfdohle" hütete die Gänse und die Kühe, wurde aber von der Panje-familie nur im Kartoffelkeller geduldet. Sie war lahm, hatte die Krätze und saß voller Läuse.


Ort
Antoniówka
Leaflet | © OpenStreetMap contributors

Orte
Antoniówka, (bei Wikidata)
Themen
Polnische Bevölkerung
Datum
Ende September bis Anfang Oktober 1939

Inventarnummer
Seeliger-64
Bestellnummer
VII9